„Deine ersten 10.000 Aufnahmen sind die schlechtesten”, sagte Henri Cartier-Bresson einst. Die Vollendung zur Perfektion kann nur erfolgen durch fortwährendes Üben, Probieren, Experimentieren; langsam, stetig, schrittweise. Und wenn Fotografie tatsächlich ‚die Kunst ist, mehr zu zeigen, als man sieht’, dann gebiert dieser Lernprozess vielleicht einmal einen jener seltenen Momente, in denen die materielle Welt und das Reich der Vorstellung sich zu vermählen scheinen.

Das Materielle - das sind die Motive um uns herum, Natur, Menschen, Artefakte; die äußeren Gegebenheiten, Wetter, Licht, Farbe; die Technik und deren Beherrschung, Brennweite, Belichtung, Fokus - und die Vorstellung: Fantasie, ästhetisches Empfinden, Emotionen, Sich-Berühren-Lassen.

Und gleichwohl soll hier nicht bis zur 10.001. Aufnahme gewartet werden. Denn auch das Bemühen wirft mitunter Früchte ab, die, in rechtem Licht betrachtet, reif genug sind, um genossen zu werden. Ergebnisse des Versuchs einer sukzessiven Perfektion. Erfreuen Sie sich an den Aufnahmen, und kommen Sie ab und an wieder und schauen, was es Neues gibt ...