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Lost Places 5: Bundeswehr-Schießstand

Transformation - Reform und Verfall

Die Bundeswehr hat sich im Verlauf ihrer Geschichte immer wieder veränderten Bedingungen angepasst. Während des Kalten Krieges war sie vor allem eine Heimatverteidigungstruppe, gegen das Bedrohungspotenzial des Warschauer Pakts gerichtet. Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks befindet sie sich in einem andauernden Transformationsprozess, der von verschiedenen Reformen begleitet wird, und dessen Ziel die Gewährleistung der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr in einem sich rasch verändernden Umfeld ist. Dazu zählen vor allem die Auslandseinsätze mit dem Ziel der Krisenintervention bzw. Krisenstabilisierung (Stichwort „Kampf gegen den Terror” und andere asymmetrisch organisierte Gegner sowie Nation Building).

Diese Transformation äußert sich sichtbar und für die eine oder andere Region auch schmerzhaft spürbar insbesondere in der Schließung von Standorten. Diese stillgelegten Standorte (Kasernen, Truppenübungsplätze, Magazine) werden manchmal in Wohn- oder Gewerbegebiete umgewandelt, als Erholungsstätten oder Naturschutzgebiete renaturiert - oder sie fallen für mehr oder weniger lange Zeit dem Verfall anheim, dämmern vor sich hin, auf eine neue Verwendung wartend...

Die unten gezeigten Fotos stammen von einem Schießstand eines aufgegeben Standorts in der Nähe von Hamburg. Er wird schon seit einigen Jahren nicht mehr benutzt und zeigt bereits deutliche Spuren von Verfall und Verwilderung. Er diente der Ausübung von Schießübungen mit Sturmgewehren. Der Schießstand besteht aus mehreren nebeneinander liegen, durchnummerierten Schießbahnen mit hintereinander gestaffelten Querverstrebungen, die die Schießscheiben in verschiedenen Entfernungen bereitstellen konnten.
BW-Schießstand 1
BW-Schießstand 2
BW-Schießstand 3
BW-Schießstand 4
BW-Schießstand 5
BW-Schießstand 6
BW-Schießstand 7
BW-Schießstand 8
BW-Schießstand 9
BW-Schießstand 10