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St. Maximilian Kolbe in Hamburg-Wilhelmsburg

360°×180° - #1

Die Kirche St. Maximilian Kolbe gehört zur katholischen Doppelkirchengemeinde „St. Bonifatius mit St. Maximilian Kolbe“. Sie liegt in der Krieterstraße im Osten des Hamburger Stadtteils Wilhelmsburg. Namenspatron für die Kirche ist der polnische Pfarrer Maximilian Kolbe (1894-1941). Er wurde von den deutschen Besatzern verhaftet und 1941 nach Auschwitz deportiert, wo er sein Leben für einen Familienvater opferte; 1982 sprach ihn Papst Johannes Paul II. heilig.

St. Maximilian Kolbe wurde von dem Bremerhavener Architekten Jo Filke (1921-2001) entworfen. Sie ist die vierte von insgesamt fünf von ihm zwischen 1950 und 1981 errichteten Kirchen und gilt als sein bedeutendstes Werk. Die Kirchweihe wurde am 21. September 1974 zelebriert.

Den Grundriss der Kirche bildet ein Polygon mit einem zur Straßenseite hin halbkreisförmigen Abschluss aus Sichtbeton. Der Kirchturm windet sich spiralförmig verjüngend in die Höhe empor. Wegen der von außen skulptural wirkenden Spiralform wird die Kirche von vielen Wilhelmsburgern liebevoll „Klorolle“ genannt.

Die künstlerische Gestaltung des Altarraums und seiner liturgischen Elemente lag in den Händen des für seine religiös-spirituellen Werke hoch angesehenen Künstlers Heinrich Gerhard Bücker (1922-2008). Der Altarbereich ist zwar optisch durch die leichte Erhöhung und den Bodenbelag aus Schottersteinen hervorgehoben, aber bleibt durch die Kreisform und die niedrige Stufe zugleich Teil der Gemeinde. Hierin folgt die Innengestaltung dem Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) mit seiner Idee von der „teilnehmenden Gemeinde“.
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